Parksünder sind einfach nur faul
Nachdem ich mich immer wieder gefragt habe, was den(n) Fremdparker bzw. Falschparker dazu bewegt, Ihr Kraftfahrzeug falsch oder dumm abzustellen, bin ich auf eine Teillösung gekommen:
Sie sind einfach nur faul.
Der eine oder andere von ihnen ist evtl. auch nur ignorant oder Analphabet. Aber die meisten scheinen einfach nur faul zu sein. Wie ich darauf komme? Auf dem Firmenparkplatz, der sehr gerne von Fremdparkern missbraucht wird, haben wir kürzlich einfach mal Pylone (auch Leitkegel genannt) platziert. Seitdem gab es nicht einen einzigen Falschparker mehr auf den Parkplätzen. Der Autofahrer an sich ist offensichtlich noch fauler als er frech ist und mag nicht aus dem Auto aussteigen, um sich einen Parkplatz zu erschleichen. Für ca. 10-15 EUR Investition je Kegel ein durchaus praktikabler Weg.
Der tägliche Wahnsinn
Es ist schon etwas länger her, dass ich mich hier ausgelassen – oder besser: ausgekotzt – habe. Aber nun ist es wieder soweit. Nahezu täglich fahre ich mit dem liebgewonnenen Auto zu meinem Arbeitsplatz in der Innenstadt. Ja, ÖPNV und Fahrrad wären eine ernstzunehmende Alternative, aber zur Zeit siegt immer noch die Faulheit. Aber die Einschläge kommen langsam näher.
Insbesondere morgens muss ich auf dem Weg feststellen, dass der eine oder andere KFZ-Lenker offenbar noch schläft oder sehr gehetzt seinen Weg durch den Berufsverkehr sucht. Entweder bin ich aus irgendeinem Grund dafür sensibilisiert oder die Zahl dieser Personen am Steuer nimmt zu. Da wird sehr gerne auf die Benutzung der Blinker verzichtet (vermutlich um Energie zu sparen), es wird noch in die sowieso schon verstopfte Kreuzung eingefahren (die anderen stehen ja auch schon da) oder es wird mit Handtaschen oder Mobiltelefonen hantiert (die Assistenzsystem im Auto regeln den Rest ja zuverlässig). Dass es auf dem Weg zur Arbeit oder nach Hause noch nicht „gescheppert“ hat, grenzt an ein Wunder – und das auf einer eher kurzen Strecke in einer Stadt, die (noch) keine Großstadt ist. Da es teilweise wortwörtlich unglaublich ist, was mir das so täglich um das rollende Blech so auffällt, habe ich mir kürzlich eine Dashcam (#Anzeige) zugelegt (vielen Dank an Freund P. für die Inspiration). Zur Zeit sammle ich noch etwas Material und werde es in Kürze zusammenschneiden und eventuell mal bei YouTube ablegen, damit man sich mal ein abschreckendes Bild von meinem Weg zur Arbeit machen kann.
Parksünder – die Dreistigkeit feiert ihre Triumphe
Ok, ich räume ein, dass ich letztendlich auch aus purer Faulheit oft (m)ein Auto nutze – und ganz bestimmt auch zu oft. Und immer wenn ich ein Auto nutze, dann muss es ja auch irgendwann mal geparkt werden, was in dicht besiedelten Gebieten ja zu einer echten Herausforderung werden kann, sofern man das Fahrzeug korrekt abstellen möchte.
Was ich aber fast täglich vor der eigenen Haustür und auch auf dem Firmenparkplatz immer wieder erleben muss, lässt mein letztes spärlich vorhandenes Kopfhaar büschelweise ausfallen. So kommt es mehrfach wöchentlich vor, dass „Fremdparker“ einen oder mehrere der wenigen vor der Firma für viel Geld gemieteten und auch mit dem Firmennamen gekennzeichneten Parkplätze belegen. Dazu ist zu sagen, dass auf dem Parkplatz ca. 20 Stellplätze an verschiedene Firmen, Einrichtungen & Arztpraxen in dem Gebäudekomplex vermietet sind. Der Parkplatz ist von der Straße aus nicht zu sehen, wer dort parkt oder auffährt, der muss also wissen, dass es dort einen privaten Parkplatz gibt. Die Parkplatzsituation in dem Gebiet ist insgesamt eher „übersichtlich“ (was kostenlose Parkplätze angeht) – da kommt das eine oder andere Exemplar der Spezies Autofahrer gerne mal auf kreative Gedanken.